Argentinienreise

Totale Sonnenfinsternis am anderen Ende der Welt

Rundreise durch den andinen Nordwesten Argentiniens

Eine geführte Rundreise mit geländegängigen Fahrzeugen durch äusserst abwechslungsreiche und spektakuläre Landschaften mit grossen Höhenunterschieden. Die Monate des Südwinters sind am Ostabhang der Anden geprägt von strahlendem Sonnenschein, angenehmen Temperaturen tagsüber und kalten Nächten. Am Anfang der Reise stehen Buenos Aires und fakultativ Montevideo auf dem Programm. Am Ende der Reise besteht die Möglichkeit, die weltberühmten Wasserfälle von Iguazú kennenzulernen.
Teilnehmerzahl: 6 Personen

17. Juni bis 4. Juli 2019 (19 Tage)




Programm

17. Juni (Montag): Abflug

18. Juni (Dienstag): Ankunft in Buenos Aires in der Früh und Transfer zum Hotel. Nach dem Einchecken und einer kurzen Ruhepause tauchen wir ein in die pulsierende Hauptstadt Argentiniens. Wir flanieren durch das Altstadtviertel San Telmo, schauen uns in der ehemaligen Hafengegend La Boca um und gönnen uns zum Abschluss des Tages den Besuch eines typischen Kaffeehauses im Regierungsviertel. Übernachtung in Buenos Aires.

19. Juni (Mittwoch): Heute steht am Anfang die Innenstadt mit ihren breiten Alleen und prestigeträchtigen Bauten auf dem Programm - und plötzlich wird klar, wieso man Buenos Aires das Paris des Südens nennt. Weiter führt uns die Tour ins schicke Upperclass-Viertel Recoleta mit dem berühmten Friedhof. Nachdem wir auch noch den Docks im aufgewerteten ehemaligen Hafenviertel Puerto Madero entlang geschlendert sind, liegt vielleicht liegt sogar noch eine Siesta drin, um möglichst schnell in den argentinischen Lebensrhythmus zu kommen, und am Abend wieder fit zu sein für eine Tangoshow. Übernachtung in Buenos Aires.



20. Juni (Donnerstag): Tag zur freien Verfügung in Buenos Aires oder Tagesausflug nach Montevideo (fakultativ): Zeitig legt die Fähre am Hafen von Buenos Aires ab und bringt uns über den scheinbar unendlich breiten Rio de la Plata nach Montevideo in die südlichste Hauptstadt der Welt. Wir tauchen ein in eine Stadt, die auf den ersten Blick vieles gemein hat mit ihrer grossen Schwester und erst auf den zweiten Blick ihre liebenswerten Unterschiede preis gibt -  dann aber dafür mit viel Charme überzeugt! Übernachtung in Buenos Aires.



21. Juni (Freitag): Am Tag der Wintersonnenwende fliegen wir 1200 km Richtung Norden nach Salta in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz am Andenostabhang. Auf einem gemütlichen Rundgang durch die überschaubare, kolonial geprägte Innenstadt besichtigen wir die wichtigsten sakralen und administrativen Gebäude, die den Rang Saltas als ehemaliger Knotenpunkt wichtiger Handelsrouten nach Nordchile und Bolivien wiederspiegeln.
Nur noch 200 km trennen uns vom südlichen Wendekreis, doch von jetzt an geht die Reise südwärts. Übernachtung in Salta.

22. Juni (Samstag): Mit unseren geländegängigen Fahrzeugen verlassen wir Salta und fahren vorbei an unzähligen Tabakfeldern und schmucken Dörfern. Unser lokaler Führer lotst uns weiter durch das saftig grüne V-Tal Quebrada de Escoipe und über den 3348 Meter hohen Pass Piedra del Molino. Vor unserem Blick tun sich die weiten und von den fruchtbaren Oasen abgesehen sehr trockenen Valles Calchaquíes auf. Durch den von tausenden von Kandelaberkakteen gesäumten Nationalpark Los Cardones gelangen wir in das malerische weisse Dorf Cachi. Übernachtung in Cachi.



23. Juni (Sonntag): Auf der legendären Ruta 40, der mit 5300 km längsten Nationalstrasse Argentiniens, welche Patagonien mit dem Grenzort zu Bolivien verbindet, fahren wir südwärts. Wir kommen immer wieder an Gehöften vorbei, wo Weber im Schatten von Algarrobo-Bäumen ihre Webstühle aufgestellt haben und die naturgefärbte Lama-, Schaf- und Vicuña-Wolle zu wertvollen und dekorativen Ponchos verarbeiten. In Molinos angekommen fahren wir zuerst an unserem Hotel vorbei und dringen in das Seitental von Colomé ein.  Nach vielen Kurven und ausgetrockneten Bachbetten, die durchquert werden müssen, gelangen wir zur Finca des Schweizer Unternehmers Donald Hess. Wir besichtigen das eigens für den Belichtungskünstler James Turrell gebaute Museum und lassen es uns zum Schluss nicht nehmen, die hervorragenden Weine der Finca zu verkosten. Einer davon wird auf unglaublichen 3`100 M.ü.M angebaut. Übernachtung in Molinos.



24. Juni (Montag): Wir lassen Molinos mit der stimmungsvollen Kirche und dem zum Hotel umgebauten Gutshof hinter uns und gelangen auf der kurvenreichen Ruta 40 zur Quebrada de las Flechas. Das Tal verengt sich und Pfeilspitzen gleich ragen die aufgestellten Sandstein- und Konglomeratplatten in die Höhe. Bevor sich in Cafayate das Tal wieder öffnet und riesigen Weinbergen Platz bietet, biegen wir von der Ruta 40 ab. Vorbei an kleinen Siedlungen und bewässerten Feldern  erreichen wir leuchtend rote Sandsteinfelsen, die von Wind und Wasser im Laufe der Jahrmillionen zu bizarren Erosionsformen ausgewaschen wurden. Übernachtung in Cafayate.

25. Juni (Dienstag): Die scheinbar endlosen Weinberge gehen langsam in eine Dornbuschsavanne über. Im Dorf Quilmes angekommen besichtigen wir die gleichnamigen Ruinen und lernen, wie hoch angepasst an das unwirtliche Klima die ursprünglichen Bewohner dieser Gegend waren. Nur einige Kilometer davon entfernt hat der bildende Künstler Hector Cruz das Museo de la Pachamama geschaffen, das einen guten Einblick in die Geologie, Botanik und Geschichte der Region vermittelt. Über einen Pass, der seinen schaurigen Namen Cuesta del Infiernillo (= Teufelshang)  wohl eher der extremen Trockenheit als des Kurvenreichtums verdankt, gelangen wir in ein überraschend fruchtbares Tal, das seine grünen Weiden einem Ausläufer des Atlantikklimas verdankt. In Tafí del Valle sind Menhire Zeugen davon, dass die gleichnamige Kultur hier bereits vor mehr als 2000 Jahren Lamas gehalten und Mais angepflanzt hat. Übernachtung in Tafí del Valle.



26. Juni (Mittwoch) Wir lassen das liebliche Tafí in der Provinz Tucumán hinter uns und wenden uns ostwärts. Die gut ausgebaute Strasse verliert schnell an Höhe in dem Masse, in dem wir uns der riesigen Tiefebene nähern, die weite Teile Argentiniens einnimmt. Eine Weile fahren wir durch Zuckerrohrfelder bis wir in Concepción eine spektakuläre Bergstrecke durch die Cuesta del Clavillo beginnen. Der Weg führt durch die Yungas, wie man den subtropischen Regenwaldtyp am östlichen Andenabhang nennt. Übernachtung in Andalgalá.

27. Juni (Donnerstag) Die Gegend von Andalgalá wird dominiert vom imposanten Massiv der Sierra de Aconquija. Der Steigungsregen hat sich  in den Yungas ausgeregnet, hier dominieren Kakteen und harte Gräser. In der Nähe des Dorfes Londres, das mit seiner Namensvetterin London nur sehr wenig gemein hat, befinden sich die Ruinen Shincal, die Zeugen sind der Inkapräsenz in präkolumbiner Zeit. Durch weite, trockene Ebenen, unterbrochen nur von verlassenen Eisenbahnschienen und einsamen Dörfern gelangen wir in die Weinbaugegend Tinogasta. Die sandigen Böden, das trockene Klima, grosse  jahreszeitliche Temperaturamplituden, intensive Sonneneinstrahlung und der warme Fallwind Zonda, welcher den höchsten Andengipfeln Niederschläge in Form von Schnee und den niederen Lagen glasklare Wasserläufe beschert, stellen ideale Bedingungen für den Weinbau dar. Übernachtung in Tinogasta.



28. Juni (Freitag) Nach etlichen Reisetagen erwartet uns heute ein Wellness-Programm. Auf dem Weg Richtung chilenische Grenze kommen wir an verschiedenen kolonialen Kirchlein vorbei, die allesamt aus ungebrannten Lehmziegeln gebaut worden sind. In Fiambalá befinden sich versteckt in einem Klus heisse Quellen, die in Naturbecken gefasst werden. Was gibt es Schöneres, als den strapazierten Körper im Thermalwasser zu entspannen und den Blick zwischen den Felsen hindurch in eine weite, trockene Ebene schweifen zu lassen?! Übernachtung in Tinogasta.

29. Juni (Samstag) Wir verlassen die Provinz Catamarca und lernen die etwas abseits liegenden Oasen im Norden der Provinz La Rioja kennen. Olivenhaine, kleine Weinberge für den Hausgebrauch und Nussbäume erfreuen das Auge. Stets präsent ist der Duft von würzigen Kräutern wie der Poleiminze. Die Region lebt jedoch seit alters her auch vom Abbau von Mineralien und Halbedelsteinen. Während alte Minen heute touristisch genutzt werden, kämpft die lokale Bevölkerung gegen grosse Minenprojekte, die in den letzten Jahren immer wieder zur Verunreinigung vom knappen Trinkwasser geführt haben.
Bevor wir nach Guandacol gelangen, gilt es einmal mehr, einen Pass auf einer gut ausgebauten Strasse zu bezwingen. Übernachtung in Guandacol.

30. Juni (Sonntag) Heute stossen wir in das Herz der Anden vor. Die Strasse ist zwar nur die ersten Kilometer asphaltiert, doch gut ausgebaut und mit Gegenverkehr ist nicht zu rechnen. Die Tour führt uns Richtung Westen hinauf in die Puna, wie die karge, aber umso grandiosere Hochebene auf über 3000 M.ü.M genannt wird. Verschiedene Andengipfel vulkanischen Ursprungs und praktisch alle 6000er säumen den Horizont. Die intensive Sonneneinstrahlung, die klare Luft,  die warmen Erdtöne und das tiefe Blau des Himmels hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Das heutige Tagesziel ist die seichte Laguna Brava, ein perfektes Habitat für Flamingos und verschiedene Entenarten. Dem rauhen Klima ebenfalls bestens angepasst sind die Guanacos und die etwas grazileren Vicuñas, beides wilde Vertreter der Lama-Familie. Übernachtung in Guandacol.



1. Juli (Montag) Zwei Nationalparks stehen heute auf dem Programm. In Talampaya dominieren breit gefächerte Sander vor Tafelbergen aus rotem Sandstein. Der stetige Wind, die seltenen, dafür umso heftigeren Niederschläge und die grossen Temperaturunterschiede dieser Wüstenlandschaft haben für eigentümliche Erosionsformen gesorgt. Das Rot der Felsen kontrastiert mit dem strahlend blauen Himmel, und die Formen setzen der Phantasie beim Interpretieren keine Grenzen. Das in der Provinz San Juan liegende Naturreservat Ischigualasto wurde zusammen mit Talampaya von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Im Erdzeitalter Trias war die Gegend eine riesige Flussaue mit üppiger Vegetation, wovon bis heute ein gigantischer Schatz an Fossilien zeugt. Zeitgenössische Reisende hingegen fühlen sich angesichts der wüstenhaften Vegetation und skulpturartigen Gesteinsformationen eher an eine Mondlandschaft erinnert. Übernachtung in Guandacol.



2. Juli (Dienstag) Wir lassen die Berge hinter uns und fahren zeitig hinaus in eine unwirtliche Ebene, die Llanos riojanos. Der flache Horizont wird unterbrochen von kargen Sierras. Nach dem Mittag beginnt die Strasse Richtung Osten abrupt zu steigen. Wir gewinnen rasch an Höhe und positionieren uns an exponierter Lage für die bevorstehende Sonnenfinsternis. Die Sonne steht schon ziemlich tief, als sich der Mond langsam vor die Sonne zu schieben beginnt. Während der totalen Sonnenfinsternis ist es für einen kurzen Moment dunkel, bevor die Sonne einer feinen Mondsichel gleich wieder langsam zum Vorschein kommt - um kurz danach definitiv hinter den Anden zu verschwinden. Übernachtung in El Nono.




3. Juli (Mittwoch) Ein letztes Mal erklimmen wir eine Passstrasse, um von Traslasierra auf die Ostseite der Sierra de Córdoba zum dortigen Flughafen zu gelangen. Nach den vielen einsamen Gegenden der letzten Tage wirkt dieses Mittelgebirge mit seiner gut ausgebauten touristischen Infrastruktur beinahe dicht besiedelt. Am späteren Nachmittag bringt uns der Flieger entweder zurück in die Millionenstadt Buenos Aires oder zu den Iguazú-Wasserfällen in den subtropischen Regenwald.

4. Juli (Donnerstag) Buenos Aires: Vormittag zur freien Verfügung. Am Mittag Transfer zum Flughafen und Rückflug
Iguazú: Heute steht der Besuch des argentinischen Nationalparks auf dem Programm. Auf gut angelegten Wegen und Passarellen tauchen wir ein in die Welt der Wasserfälle, Lianen, Bromelien, Farne, Palmen etc. Mit etwas Glück können wir auch Kapuzineraffen, Tukane, Echsen und Nasenbären beobachten. Ein kleiner Zug bringt uns zum Steg, der zur Garganta del Diablo, dem Teufelsschlund, führt, wo wir hautnah die Gewalt der tosenden Wasserfälle erleben. Übernachtung in Puerto Iguazú.



5. Juli (Freitag) Wir überqueren die Grenze und besuchen den brasilianischen Teil der Wasserfälle. Die Distanz erlaubt eine grandiose Rundsicht auf die vielen grossen und kleinen Fälle, die sich auf einer Breite von rund 2,7 km aneinanderreihen. Am späten Nachmittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Buenos Aires. Übernachtung in Buenos Aires

6. Juli (Samstag) Vormittag zur freien Verfügung. Am Mittag Transfer zum Flughafen und Rückflug


Rundreise: Preis pro Person auf der Basis von DZ:                            CHF 3'950

Im Preis inbegriffen: alle Inlandflüge, alle Übernachtungen in Vierstern- bzw. lokalen Boutiquehotels mit Frühstück, alle Eintritte, alle Transfers, Tangoshow mit Abendessen, Weindegustation mit Mittagessen, ein Barbecue, drei Picknicks, lokale und deutschsprachige Reiseleitung
Nicht inbegriffen: An- und Rückreise nach/ab Buenos Aires, alle nicht erwähnten Mahlzeiten, Zuschlag für EZ, persönliche Auslagen

2-Tages-Trip nach Iguazú: Preis pro Person auf der Basis von DZ:         CHF 325

Im Preis inbegriffen: Inlandflug, alle Transfers, 2 Übernachtungen in einer Lodge mit Frühstück, Eintritte in die beiden Nationalparks
Nicht inbegriffen: Reiseleitung, Zuschlag für EZ

Tagesausflug nach Montevideo: Preis pro Person (mind. 2 Pers.):         CHF 245

Im Preis inbegriffen: Fähre, alle Transfers, Mittagessen, Eintritte und deutschsprachige Reiseleitung


************
Programm- und Preisanpassungen vorbehalten


************